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Bericht zur Wirkungsmessung 2019 - Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Mit einem Wirkungsmodell misst die Schweizer Paraplegiker-Forschung im Auftrag der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, wie und wo Mitgliederbeiträge und Spendengelder ihre grösste Wirkung entfalten. Die Wirkungsmessung basiert auf Daten der fünfjährlich durchgeführten SwiSCI-Umfrage sowie der internationalen Befragung InSCI. 

Wirkungsorientiertes Handeln bei der Planung und Durchführung der Aktivitäten der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, ihrer Tochtergesellschaften und nahestehenden Organisationen ist eine Notwendigkeit. Mitgliederbeiträge, Spenden und die finanziellen Zuwendungen der öffentlichen Hand sollen dazu beitragen, Menschen mit einer Querschnittlähmung lebenslang zu begleiten.

Mit einer Wirkungsmessung kann die Paraplegiker-Stiftung ihre Kräfte zielgerichtet in ihren Leistungsfeldern einsetzen, mögliche Lücken identifizieren und diese schliessen. Denn nur wer seine erzielte Wirkung kennt, kann daraus lernen und sich stetig verbessern. Die Paraplegiker-Stiftung möchte ihren Nutzen nachvollziehbar aufzeigen und ein «Lernendes System für Querschnittlähmung» entwickeln.

Das Wirkungsmodell mit einer 360 Grad Perspektive umfasst Evidenz aus klinischer, epidemiologischer und ökonomischer Sicht. Ebenso werden Themen wie Prävention, Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung, Gesundheitssystem, gesellschaftliche Einstellungen und Zugänglichkeit der Umwelt abgebildet. 

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Querschnittlähmung in der Schweiz – Trends aus der SwiSCI Studie

  • Durch Sicherheits- und  Präventionsmassnahmen im Verkehr und Sport ist der Anteil traumatisch bedingter Rückenmarksverletzungen in den letzten vier Jahrzehnten stark zurückgegangen. 1970 lag der Anteil noch bei 91%, heute liegt er bei 56%.
  • Während Verkehrsunfälle in den 1970er Jahren die häufigste Ursache für traumatische Rückenmarksverletzungen waren (41%), sind es heute die Stürze mit einem Anteil von 40%. Verkehrsunfälle sind auf 23% gesunken und sind heute die zweithäufigste Ursache.
  • Wir werden immer älter, was dazu führt, dass immer häufiger Rückenmarksverletzungen auftreten, die durch Krankheiten verursacht werden. Der Anteil dieser sogenannten nicht-traumatischen Rückenmarksverletzungen ist von 9% in den 1970er Jahren auf heute 44% gestiegen.
  • Das durchschnittliche Alter bei Eintritt einer Querschnittlähmung ist gestiegen. Es lag in den 1970er Jahren bei 38 Jahren. Heute sind die Personen durchschnittlich 55 Jahre alt.
  • 53% der Querschnittgelähmten in der Schweiz sind erwerbstätig. Damit hat die Schweiz eine der höchsten Erwerbstätigkeitsquoten bei Querschnittlähmung in Europa.
  • Durchschnittlich hat jeder Betroffene 6-7 Begleiterkrankungen.
  • Der Bedarf an Hilfsmitteln wird in der Schweiz gut abgedeckt, die häufigsten Hilfsmittel sind Anpassungen im Auto (78%) und manuelle Rollstühle (70%).

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